Thymian


Heute stelle ich Euch eines meiner Favoriten an Gewürzkräutern vor. Nämlich den Thymian! Der Duft erinnert an einen Waldboden mit blumig-frischer Note. Seine Aromenvielfalt ist zusammen mit seinen mediterranen Kollegen wie Oregano, Rosmarin, Majoran oder auch Salbei unvergleichlich. Seine zahlreichen Sorten reichen von Zitronenthymian, Kümmelthymian bis hin zum Feldthymian, um nur einige Beispiele zu nennen. Frischen sonnengetankten Thymian solltest Du erst zum Schluss der Garzeit hinzugeben, damit sich die blumigen-frischen Aromen nicht verflüchtigen. Getrockneten Thymian kannst Du bereits von Anfang an in die zu kochenden Speisen geben, wobei ich ihn immer am Zweig lasse und kurz vor dem Servieren wieder entferne. Aber Vorsicht: Zuviel Thymian verleiht dem Gericht zu viele Bitterstoffe. Freunden der Küche des alten Ayurveda empfehle ich ihn, wenn gerade kein Königskümmel (Ajwain, Ajowand, indischer Kümmel) zur Hand ist, da sie – obwohl sie nicht gleiche Pflanzenfamilien haben – ein ätherisches Öl gemeinsam haben, das thymianartige Thymol.

Verwendung für Fisch, Fleisch, Tomatengerichte, Pizza, Kräuter der Provence, Tee oder Sirup, zum Inhalieren

Was ist eigentlich Paneer?


Paneer ist ein indischer Frischkäse, der für gewöhnlich aus Kuhmilch hergestellt wird. Verwendet wird er als Einlage für Currys oder auch in Kombination mit z. B. Spinat oder Mangold. Wenn Du ihn selber herstellen möchtest, nimm am besten Rohmilch. Dann hast Du die Gelinggarantie. 

 

Du brauchst dazu:

2,5 l Kuhmilch, 5 EL Zitronensaft, ein Sieb, ein Küchentuch, einen Behälter und etwas zum Beschweren

 

 

 

 

Und so gehts:

Milch rührend erhitzen. Wenn sie kocht, den Topf von der Herdstelle nehmen und die Zitrone einrühren. Dabei trennt sich das Eiweiß von der Molke. Den Paneer über ein mit einem Küchentuch ausgelegtes Sieb geben. Das Tuch verschließen und in eine Form (also Tuch mit Paneer), beschweren und mindestens 2 Stunden kühl stellen. Danach z. B. in Würfel schneiden und weiter verarbeiten.

 

 

 

Paneer-Curry

 

Du brauchst dazu:

300 g Paneer in mundgerechte Stücke geschnitten, 1 in kleine Würfelchen geschnittene Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, ein daumendick großes Stück Ingwer, etwas Chili, 1 TL Kreuzkümmel frisch gemörsert, ¼ TL Kurkuma, ¼ TL Koriandersamen gemahlen, 1 Msp. Kassia-Zimt gemahlen, 1 Msp. Muskatblüte gemahlen, Steinsalz, schwarzen Pfeffer, 200 ml Kokosmilch, Gemüsebrühe, 2 Tomaten, frisches Koriandergrün, 2 EL Ghee oder Rapsöl

 

 

 

Und so geht’s:

Fett in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln glasig dünsten. Inzwischen den Knoblauch und den Ingwer klein würfeln, dazugeben. Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriandersamen, Zimt, Muskat zufügen und mit Kokosmilch auffüllen. Etwa 20 Minuten langsam köcheln lassen. Tomaten in kleine Würfelchen schneiden und zusammen mit Paneer-Würfel zufügen. Kurz erhitzen, 100 ml Gemüsebrühe zugeben und mit Salz und Pfeffer aus der Mühle und frischen Koriandergrün verfeinern.  

 

 

Gazpacho


Du brauchst dazu (für 4 - 6 Portionen):
500 ml Tomatensaft, 1 kleine Dose Mango, 2 Knoblauchzehen, 1 Bio-Gurke, 2 EL Ahornsirup, 4 EL Olivenöl nativ extra, 1 Bio-Zitrone, 2 Tomaten, 2 Lauchzwiebeln, einige Basilikumblätter, Salz und Pfeffer aus der Mühle, etwas Cayennepfeffer

Und so geht’s:
Knoblauch schälen und ganz fein würfeln. Die Gurke längs halbieren und mit einem kleinen Löffel die Kerne entfernen. 1/3 davon zur Seite legen und den Rest würfeln. Die Mango - hiervon ebenfalls 1/3 beiseite stellen - würfeln. Knoblauch, Mango- und Gurkenwürfel in ein hohes Gefäß geben. Tomatensaft, Ahornsirup und Olivenöl dazugeben. Die Zitrone heiß abwaschen und die Schalen abreiben und zum Gazpacho geben. Alles mit einem Pürierstab fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. 

Die Tomaten halbieren und in kleine Würfelchen schneiden. Ebenso mit der restlichen Gurke, der Mango und den Lauchzwiebeln verfahren. Alles zum Gazpacho geben und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Zum Servieren in Streifen geschnittenen Basilikum darüberstreuen und event. nochmals mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.

Knoblauch


Ach, du liebe Wunderknolle, mal wirst du geliebt und mal für deinen "Duft" gehasst. Deine kleinen Zehen entfalten ihren unverwechselbaren Geruch - das Allicin - erst, wenn sie bearbeitet werden. Und oh nein, ein Geheimrezept gibt es leider nicht, wenn Du aus allen Poren duftest, wenn Du ein Gericht mit Knoblauch genossen hast. Neben der Verwendung in der Küche stellen einige sogar Knoblauchsaft als Allheilmittel her. Ich gebe zu, das ist etwas für ganz "Harte". Für pikante Gerichte ein Genuss, gibt es dem ganzen Menü von beißend-scharf bis hin zu leicht süßlich eine besondere Note. Die ayurvedische Küche sieht in Knoblauch ein Rasayana - ein Stärkungsmittel - wobei Knoblauch immer gekocht verwendet wird. Alternativ kannst Du auch Hing oder auch Asafoetida verwenden, allerdings kommt an den typischen Knoblauchgeschmack kein anderes Gewürz heran.

Verwendung für: Garnelen, Fisch, Pasta wie Spaghetti aglio e olio, Saucen, Salsas, Dips wie Aioli, Tzatziki, Marinaden, BBQ, Fleisch, Pizza, Brot

Bruschetta mit Tomaten & Rucola und frisch zerstoßene Paradieskörner



Du brauchst dazu:
Bruschetta-Brotscheiben (Ciabatta/Baquette), 150 g Kirschtomaten, 1 kleines Bund Rucola, 2 EL Pinienkerne, 1 Bio-Zitrone, 1 Knoblauchzehe, 2 EL geriebenen Parmesan, etwas Olivenöl, 2 EL Arganöl, 1 TL frische Thymianblätter, Paradieskörner aus der Mühle/alternativ im Mörser zerstoßen, Steinsalz aus der Mühle

Und so geht’s:
Bruschetta-Scheiben mit etwas Olivenöl beträufeln und kurz knusprig im Ofen backen. Tomaten waschen und vierteln. Knoblauchzehe schälen, waschen und in ganz feine Würfelchen hacken. Mittels Zestenschneider Zesten von der gewaschenen Zitrone abschälen. Rucola waschen, trocknen und etwas kleinschneiden. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne kurz anrösten. Tomaten, Knoblauch, Zitronenzesten, Rucola und Arganöl vermengen. Auf die knusprig gebackenen Brotscheiben verteilen. Mit Paradieskörnern und Steinsalz würzen. Mit Thymianblätter und Parmesan bestreuen. Sofort servieren.

Paradieskörner


Ich gebe zu, dieses Gewürz habe ich erst kürzlich lieben gelernt. Diese kleinen haselnussbraunen Samen haben es aber in sich. Im Ganzen hält sich das Aroma noch zurück, aber kurz angestoßen entwickelt sich ein zitronig-fruchtiges Aroma und dann eine wunderbare Schärfe, die Du nicht unterschätzen solltest. Verwende dieses Gewürz immer zum Schluss und koch es auf keinen Fall mit, da sich das Aroma schnell verflüchtigt. 
Verwendung für: Pesto, Bruschetta, Mousse au Chocolat, Trinkschokolade, Punsch, Ente, Geflügel, Lamm, Fisch, Rotbarsch, Jakobsmuscheln, Gemüse von Kürbis, Möhren und bis hin zu Avocado


Kurkuma


Das Gewürz ist derzeit total hipp und trendy. Als Gewürz verwendet für leckere Speisen, als Bestandteil der goldenen Milch oder sogar als Kapsel in der Naturheilkunde. Wer schon einmal damit gearbeitet hat, wird es lieben. Dennoch solltest Du vorsichtig damit umgehen, weil Gelbwurz unangenehme gelbe Flecke auf der Kleidung hinterlässt. Den Wurzelstock - wie es offiziell heißt - gibt es ganz oder als Pulver zu kaufen. Vom Geschmack etwas herb, erdig oder auch leicht pfeffrig bereichert es Currys, Reisgerichte und Hülsenfrüchte. Du solltest es nicht zu lange in heißem Fett anbraten, da es sonst eine bittere Note entfaltet.

Verwendung für: indische Küche, Curry als Gewürzmischung oder als würzende Zutat im Currygericht, Reisgerichte wie auch Risotto, Fischsuppen, Garnelen, Hühnchen, Chutneys

Kürbissuppe für ca. 4 -6 Personen



 

Du brauchst dazu:

2 Kartoffeln, ½ Hokkaido-Kürbis, 1 Zwiebel, 1 Stangensellerie, 2 Möhren, 500 ml Brühe, 200 ml Kokosmilch, Rapsöl, Ingwer, Currypulver, Salz, Pfeffer, Ahornsirup, Chilipulver

 

Und so gehts:
Zwiebeln, Möhren, Sellerie putzen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Etwas Rapsöl in einem Topf erhitzen und alles darin leicht „glasig“ dünsten. Ingwer schälen und fein hacken. Zum Gemüse geben. Den Kürbis von Strunk und Kerngehäuse befreien, in kleine Stücke schneiden und zum Gemüse geben. 2 Kartoffeln schälen, waschen, kleinschneiden und ebenfalls dazugeben. 10 Minuten dünsten und gegebenenfalls umrühren. Mit ca. 500 ml Brühe verlängern, salzen, pfeffern und garen. Die Suppe pürieren und mit Curry, Chili, Kokosmilch, Salz und Pfeffer abschmecken. 

Tipp:
Besonders lecker wird die Suppe, wenn sie kurz vor dem Servieren mit etwas Kürbiskernöl verfeinert und gerösteten Kürbiskernen bestreut wird.

Eine Alternative hierzu sind auch Kokosraspel und am Suppentassenrand ein Viertel einer Orange.

Zucchini-Erdbeer-Salat


 

Du brauchst dazu:
1 kg Zucchini, 400 g Erdbeeren, 1 rote Zwiebel, 3 EL Olivenöl nativ, Abrieb von einer Biozitrone, 1 EL Senf, 1 EL Ahornsirup, 50 ml Apfelsaft, weißer Pfeffer, Steinsalz, eine Handvoll Pinienkerne, etwas Minze

  

Und so geht’s: 

Zucchini waschen, putzen und mit einem Spiralschneider in lange „Nudel“-Streifen schneiden. In kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten köcheln lassen und im Anschluß unter kaltem Wasser abschrecken. Die Zwiebel putzen, waschen und in feine Würfelchen schneiden. Öl, Apfelsaft, Zitronenabrieb, Ahornsirup, Senf, Salz und Pfeffer mittels Pürierstab zu einem homogenen Dressing verarbeiten.  Erdbeeren putzen, waschen und je nach Größe halbieren oder auch vierteln. Zucchini, Zwiebelwürfel und Erdbeeren mit dem Dressing vermengen. Vor dem Servieren mit Walnüssen und frisch gehackter Minze bestreuen.

 

Safranrisotto mit Vanilletomaten und Parmesancracker 



Du brauchst dazu (Risotto): 
1 kleine Zwiebel, 1 Stange Staudensellerie, 2 Bio-Orangen, 750 ml Brühe, ¼ TL Safranfäden, 2 EL Olivenöl, 200 g Risottoreis, 150 ml Weißwein, 2 EL Butter, Steinsalz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle,  30 g Parmesankäse 

 
Und so geht’s:
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Sellerie waschen und sehr klein würfeln. Brühe aufkochen. Safran mit etwas Salz im Mörser zerreiben und im Anschluß mit etwas Wasser vermengen. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Sellerie dazugeben und kurz mitdünsten. Reis zufügen und ebenfalls unter Rühren andünsten. Wein zugießen, aufkochen und unter Rühren köcheln bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Kellenweise die heiße Brühe zufügen und immer so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Zum Schluß die Safranbrühe zufügen. Butter und etwas geriebenen Parmesan unter das Risotto rühren. Salzen und pfeffern. Orangen schälen und filetieren. Sollten die Filets zu groß sein, nochmals halbieren. Danach ebenfalls vorsichtig unter das Risotto heben.

Du brauchst dazu (Vanilletomaten und Käse-Crunchies): 
Backpapier, 100 g Parmesan, 50 g Semmelbröseln, 12 kleine Tomaten mit Grün, 1 EL Puderzucker, Vanille von ½ Schote, Steinsalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 2 EL Olivenöl 

Und so geht’s: 
Ein Blech mit Backpapier belegen. Parmesan hobeln, mit Semmelbröseln vermengen und in platten Häufchen darauf verteilen. Die gewaschenen Tomaten als Trio an der Rispe daneben legen. Vanille auskratzen, mit Salz, Pfeffer und Olivenöl vermischen. Tomaten damit beträufeln und mit Puderzucker bestreuen. Die Crunchies und die Tomaten für ca. 8 Minuten bei 180 Grad Umluft in den Ofen. 

Apfelrosen 

 

Du brauchst dazu:
4 rote Äpfel, 1 Zitrone, Blätterteig - alternativ aus dem Kühlregal eine Rolle, 50 g Konfitüre oder Gelee nach Geschmack, 4 - 6 EL gehackte Mandeln, 1/4 TL Zimt, 1 Msp. Anis, etwas Puderzucker, Fett für die Form oder Muffinförmchen aus Papier 

 

Und so geht’s:
Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. 4 Mulden einer Muffinform einfetten oder mit einem Papierförmchen auslegen. Äpfel waschen, entkernen und in Ringe schneiden. Am besten mit einem Hobel. Den Saft einer Zitrone auspressen mit 500 ml Wasser aufkochen lassen. Apfelscheiben hineingeben und 15 Minuten ziehen lassen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Blätterteig in 4 Streifen schneiden. Konfitüre mit Mandeln, Anis und Zimt vermengen und auf die Streifen verteilen. Apfelscheiben auf den Teig versetzt legen, so dass diese 2/3 des Teiges belegen. Unteren Teig auf die Apfelscheiben klappen und die Streifen aufrollen. Die Apfelrosen in die Mulden setzen und ca. 20 - 30 Minuten backen. Die Apfelrosen noch warm mit Puderzucker bestreut servieren.
Hier noch mein Grundrezept für selbstgemachten Blätterteig:
Wasserteig: 200 g Mehl, 30 g Butter, 125 ml Wasser, 1/2 TL Salz
Butterteig: 225 g Butter, 50 g Mehl

2020 entsteht ein eigener Rezeptblog. Bis es soweit ist, bitte ich noch um etwas Geduld. Danke.